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Bundeswinterspiele in Wertach

Gute Organisation trotz des eher schlechten Wetters
Bundeswinterspiele in Wertach
Bundeswinterspiele in Wertach
© Joachim Sattler

Pressemeldung des DJK Bundesverband

12. DJK-Bundeswinterspiele 2020 in Wertach/Allgäu sind beendet


Wertach (16.02.2020). Am Sonntagvormittag sind die 12. DJK-Bundeswinterspiele, die vom 13. bis 16. Februar 2020 stattfanden, beendet. Siegerehrungen am Freitag und Samstag vor großem Publikum und eine Abschlussfeier am Samstagabend nach den Wettkämpfen rundeten das Programm ab und ließen die Meisterschaften des über 500.000 Mitglieder zählenden DJK-Sportverbands zu einem sportlichen Erlebnis werden. Bei den Bundeswinterspielen waren über 300 Teilnehmer*innen gemeldet, ausgerichtet durch den DJK-Diözesanverband Augsburg.
Alle vier Jahre treffen sich die Wintersportlerinnen und Wintersportler des katholischen Sportverbands in Deutschland zu ihren Titelkämpfen in den alpinen und den nordischen Skiwettbewerben sowie im Eisstockschießen, in diesem Jahr ausgetragen an Sportstätten in Sonthofen, Nesselwängle und Unterjoch. Im Riesenslalom errangen die DJK-Sportler Francis Stimpfle mit einer besonders guten Zeit von 34,38 Sekunden und sein Bruder André Stimpfle von der DJK RG Wertachtal mit einer Zeit von 35,47 Sekunden beide erste Plätze. Bei den Damen U 21 war Sophia Moser mit einer Zeit von 36,88 bei insgesamt 89 gemeldeten Teilnehmer*innen herausragend. Und auch das Wetter spielte mit und bescherte den Sportler*innen am Freitag sogar Neuschnee. Neben den sportlichen Wettkämpfen konnten die Teilnehmer*innen an spirituellen Impulsen und einer Wanderung teilnehmen. Vor den Wettkämpfen steht bei der DJK traditionell ein Segen für alle teilnehmenden Sportler*innen.
Am Samstagabend feierte die DJK-Familie mit dem Augsburger Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker zusammen mit der Geistlichen Bundesbeirätin Elisabeth Keilmann, dem bayerischen Sportpfarrer Martin Cambensy und Diözesanbeirat Hubert Ratzinger den traditionellen Festgottesdienst.
Der Festabend am Samstag im Allgäuhaus in Wertach begann mit Jubel für die Sieger des zweiten Wettkampftages der 12. DJK-Bundeswinterspiele. DJK-Präsidentin Elsbeth Beha und der Präsident des DJK-Diözesanverbands Augsburg, Christian Liebl, freuten sich über faire Wettkämpfe, bei denen Sportler*innen, Funktionäre wie auch Helfer*innen ihr Bestes gaben – angefangen beim DJK-Nachwuchs bis zur Altersklasse Ü80. „Der Mensch steht im Mittelpunkt und das ist das, was unsere DJK-Sportveranstaltungen so besonders macht,“ stellt DJK-Präsidentin Elsbeth Beha abschließend fest. Am Sonntag traten alle Beteiligten die Heimreise an. Die Wettkämpfe waren hervorragend durch den Bundesfachwart Wintersport, Werner Keller, den SSC Sonthofen, den SC Nesselwang, den WSV Unterjoch und durch den DJK Diözesanverband Augsburg vorbereitet. Dank gilt auch den Helfern der DJK RG Wertachtal und der DJK Leitershofen.
Informationen zum Ablauf der Veranstaltung unter: https://www.djk.de/sportverband/sport

Pressemitteilung des DJK Bundesverbandes

© Joachim Sattler
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© Konrad Mack
© DJK
© Joachim Sattler

Bericht eines Teilnehmers der Bundeswinterspiele in Wertach

Wetterkapriolen – Sturm Sabine

Ich bin schon am Sonntag angereist nach Wertach, um bei ein paar Urlaubstagen den Schnee zu genießen, der ja in diesem Winter in den Mittelgebirgen kaum vorhanden war.

Leider machte mir Sturm Sabine da einen Strich durch die Rechnung. Schon am Montag standen fast alle Lifte und Bergbahnen still. Der Sturm mit Regen wusch und fegte die Berghänge leer. Zumindest war das rund um das Allgäuhaus so. In höheren Lagen gab es Verwehungen und starken Schneeabtrag auf den Pisten. Erst am Mittwoch waren wieder Bergbahnen und Pisten geöffnet, um sichere Abfahrten zu gewährleisten.

Im Skigebiet Unterjoch wo unsere Alpinwettbewerbe stattfanden, hatten die Helfer ganze Arbeit geleistet und trotz Verwehungen, gute Wettkampfbedingungen für uns geschaffen.

 

Zentrale Allgäuhaus

Wie viele Teilnehmer/innen und auch das Organisationsteam der Spiele, hatten auch wir Quartier bezogen im Allgäuhaus in Wertach. Das große Kolpinghaus hat alles, was zu einem guten Tagungshaus gehört. Hier fand am Donnerstag, dem 13. Februar auch die Eröffnungsfeier mit Fahneneinzug und der Eröffnung durch Präsidentin Elsbeth Beha und dem Schirmherren Alfons Hörmann statt.

 

Die Wettbewerbe

Zugegeben, als Limburger gehöre ich zu den absoluten Exoten der Winterspiele. Teilnehmer/innen die nördlich der Donaulinie zu Hause sind, waren wieder rar bei diesen Winterspielen. Das ist sehr schade, denn wir sind es auch, die aus den bayerischen Meisterschaft im Skifahren, Langlaufen und Eisstockschießen eine Bundesmeisterschaft machen. Auch wenn wir in den Wettbewerben nur Außenseiterchancen haben, oder davon profitieren, wenn andere Teilnehmer/innen nicht anreisen oder antreten. So ging es dem Autor dieser Zeilen, der mit einer schmeichelhaften Goldmedaille im Riesenslalom der Altersgruppe Männer 58+ nach Hause fahren konnte.

Aber dabei sein ist alles! Die Atmosphäre der Wettbewerbe und den Sportgeist spüren und sicher ins Ziel kommen. Das macht für mich den Reiz der Bundeswinterspiele aus. Die Spiele haben auch sportlich einen hohen Wert wenn wir staunend sehen, wie die Kinder- und Jugendlichen aus den bayerischen Vereinen technisch versiert ins Tal sausen.

Alpine Wettbewerbe

Am Freitag fand der Riesenslalomwettbewerb aller Altersgruppen in Unterjoch statt. Ich hatte die Ehre in Vertretung der geistlichen Beirätin Lisa Keilmann am Starthang der nur mit Skiern erreichbar war, den morgendlichen Startimpuls, einen Segensgruß für alle Sportler zu sprechen, bevor die ersten Starter sich aufmachten. Trotz starkem Schneeschauer oder auch mit der erbetenen Hilfe von oben kamen alle gut ins Ziel.

Viel besser war das Wetter am Samstag in Unterjoch wo bei Sonnenschein der technisch versiertere Slalomwettbewerb in Unterjoch abgehalten wurde.

Langlauf

Am Freitagnachmittag fand in Nesselwängle im Tannheimer Tal der Langlaufwettbewerb im klassischen Stil statt. Ursprünglich geplant in Nesselwang, musste mangels Schnee der Wettbewerb verlegt werden. Der Wettbewerb im freien Stil (Skating) fand dann an gleicher Stelle am Samstag statt.

Eisstockschießen

Eisstockschießen ist für nicht Bayern ein sehr exotischer Wettbewerb. Dennoch machten sich am Samstag auch eine Gruppe Boule erprobter Sportler aus dem Bistum Trier auf, in die Eishalle nach Sonthofen, um als Gastmannschaft mit geliehenen Eisstöcken, Erfahrungen in dem Sport zu machen. Ein wenig schade, dass das zu wenig Anerkennung gefunden hat, gilt es doch, den Sport über die bayerischen Grenzen bekannt zu machen.

 

Ende und Abschluss

Am Samstagabend fanden die Winterspiele beim Abschlussgottesdienst und der abschließenden Abschlussfeier im Allgäuhaus ihren würdigen Abschluss. Bei der Abschlussfeier fanden letzte Ehrungen statt. Elsbeth Beha dankte den Organisatoren und beschloss die Winterspiele.
 

Fazit der Winterspiele

Mein Fazit der Winterspiele – ich würde jederzeit wieder hinfahren und finde es sehr schade, dass zu wenige Teilnehmer aus Baden Württemberg, Rheinland Pfalz Hessen oder unseren mitgliederstarken Verbänden in Nordrhein-Westfalen teilnehmen an diesen tollen Winterspielen.

Ich würde mich freuen wenn sich das in vier Jahren ändert und bei Winterspielen, die dann ggf. im Bistum München-Freising stattfinden, viele Teilnehmer/innen aus allen Bundesländern dabei sind.

Ich danke jedenfalls den Organisatoren aus Augsburg oder Wertach oder beim Bundesverband, die diese Winterspiele ermöglicht haben. Sie haben für uns gemäß dem Jubiläumsmotto "ihr Bestes gegeben"

Joachim Sattler

Bericht ab min 1:04 aus Allgäu TV